Wie läuft’s denn so? Mein 1. Monat als Selbständiger

„Wie läuft’s denn so?“ So lautet oft die erste Frage von Freunden und Verwandten, aber auch von neuen Kunden und ehemaligen Kollegen. Darum habe ich spontan entschlossen, hier ein Update zu geben, wie der erste Monat meiner Selbständigkeit gelaufen ist.

Erster Auftrag von einem guten Freund

Ich bin ja nicht ganz unvorbereitet in die Selbständigkeit gestartet, aber mein allererster Auftrag kam dennoch völlig überraschend – und zwar von der Einstieg GmbH, wo ein sehr guter Freund von mir arbeitet. „Du kannst doch texten?“ fragte er mich – und schwups hatte ich einen Auftrag zur Erstellung eines Textmanuskripts für Video-Spots der Azubi-Speed-Dating Messe an der Backe. Die Herausforderung dabei war, sehr viele Informationen in kurzer Zeit unterzubringen. Das Ergebnis könnt ihr euch zum Beispiel auf Facebook ansehen:

Kooperation mit Kölner Kommunikationsagentur

Auch meine Connections in der Agenturszene haben sich ausgezahlt: So habe ich für die Kommunikationsagentur rheinfaktor aus Köln einen IT-Kunden als Berater und Projektmanager betreut. Nachdem wir einen Workshop zur Corporate Identity durchgeführt und eine kreative Leitidee zur neuen Positionierung des IT-Dienstleisters entwickelt haben, entsteht zurzeit das neue Corporate Design. Dabei werden alle visuellen Elemente des Unternehmensauftritts vom Logo über das Schriftbild bis hin zur Bildsprache neu gestaltet. Sobald das Corporate Design freigegeben wurde, werde ich darüber berichten.

Teamarbeit fehlt mir

Für meine Kölner Kollegen habe ich weiterhin einen kreativen Namen für eine Gruppe Kölner Spitzenköche entwickelt, die für einen guten Zweck kochen, und war an dem erfolgreichen Pitch um einen großen Messe-Etat beteiligt. Die Teamarbeit mit den Kreativen aus Köln hat mir sehr viel Spaß gemacht und auch die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet. Wenn mich eine Idee fasziniert hat, verfolgt sie mich einfach bis in meine Träume. Daran habe ich gemerkt, wie wichtig mir Kreativität, Konzepte und Kommunikation mit Kollegen sind. Teamarbeit ist vielleicht die Sache, die ich als „Einzelkämpfer“ am meisten vermisse: Mich mit anderen an einen Tisch zu setzen und gemeinsam eine Idee ans Laufen bringen.

Empfehlungsmarketing funktioniert – selbst in der Provinz

Flyer als PDF öffnen

Ende April hat der Eitorfer Frühling, eine Ausstellung der hiesigen Unternehmen und Gewerbetreibende, stattgefunden. „Was soll ich da?“ war mein erster Instinkt. Die Selbstvermarktung als Selbstständiger fällt mir immer noch schwer. Aber dann habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden. In einer spontanen Nachtaktion habe ich mit Unterstützung einer befreundeten Grafikerin im Copy Shop ein paar Flyer drucken lassen und bin am nächsten Tag bei strömenden Regen um die Stände auf dem Marktplatz scharwenzelt, um mein neues Business zu promoten. Die Mühe hat sich gelohnt: Beim Stand unserer Partnerstadt aus Bouchain kam ich mit einem Bekannten ins Gespräch, der mich wiederum bei einem Start-Up empfohlen hat – Mrs Lait’s Patchwork.

Neue Website für einen Patchwork-Laden

Ich habe zwar schottische Vorfahren, doch bei Quilts handelt es sich keineswegs um Schottenröcke, wie ich feststellen musste, sondern um eine traditionelle Form von Steppdecken. Und die liegen auch in Deutschland voll im Trend! Nach einem kurzen Gespräch waren die Geschäftsführerin Heike Lait und ich uns einig – und so habe ich mit dem Content Management System WordPress eine neue Website konzipiert, gestaltet und getextet. Auch eine Basis-Suchmaschinenoptimierung gehörte zum Angebot. Immerhin will man ja gefunden werden. Die Website ist noch nicht ganz fertig, aber online ist sie schon. Schaut sie euch gerne an – noch schöner aber ist der Laden selbst. Ein Besuch bei Mrs. Lait lohnt sich!

Zufriedene Kunden kommen wieder

Was für eine Überraschung: Aus heiterem Himmel hat mich ein ehemaliger Kunde, angerufen, den ich zuletzt vor über zwei Jahren betreut habe, als ich noch bei der Bonner Agentur Dahm & Freunde angestellt war. Für den Hidden Champion, einen Weltmarktführer für Schutzprofile aus Polyurethanschaum, werde ich unter anderem einen Messestand und einen neuen Produktkatalog realisieren. Das zeigt: Gute Arbeit zahlt sich immer aus. Für mich war es ein schönes Gefühl und eine echte Bestätigung, als der Kunde mir sagte: „Ich möchte, dass du das machst, Sean. Bei dir habe ich mich immer gut betreut gefühlt.“

AdWords Werbung ohne Erfolg

Natürlich hat im ersten Monat der Selbständigkeit nicht alles so gut geklappt, wie erhofft. Zum Beispiel habe ich Google AdWords Werbung geschaltet – für meine Dienstleistungen im Bereich agiles Projektmanagement, Scrum und Unternehmensberatung zur Digitalisierung. Auf diese Anzeigen habe ich zwar viele Klicks erhalten, aber bisher überhaupt noch keine Rückmeldung von potentiellen Kunden. Stattdessen hat sich ein sehr aufgeregter Herr De Jong (offensichtlich Holländer) bei mir gemeldet, der meine Website über die Suchanfrage „Website bei Google anmelden Kosten“ gefunden hatte und dachte, ich würde bei Google arbeiten 🙂

Was machst du eigentlich?

„Deine Website sieht ja schön aus, aber leider habe ich nicht verstanden, was du machst.“ Diesen Aussage habe ich einige Male zu hören bekommen – und sie hat mir zu denken gegeben. Aus meinem privaten Umfeld kann niemand etwas mit dem Begriff der Digitalen Transformation anfangen. Darum habe ich einige Male an der Ausrichtung meiner Website gezweifelt und schließlich die „klassischen“ Leistungen einer Online-Agentur wie Website-Entwicklung und Suchmaschinenoptimierung wieder aufgenommen.

Aber letzten Endes bin ich fest davon überzeugt, dass die Digitale Transformation die größte Revolution der menschlichen Gesellschaft (wenn nicht sogar des menschlichen Wesens) darstellt und fundamentale Auswirkungen auf den ganzen Planeten haben wird. Darum werde ich mich weiterhin mit dem Digitalen Wandel befassen und versuchen, in einfachen Beispielen zu erklären, wie sich Unternehmen durch die Einführung von Scrum Projektmanagement darauf einstellen können.

Kleiner Ausblick in die Zukunft

Lustiger Roboter aus Dosen mit erschrecktem Gesichtsausdruck
Sehen so die Paketboten der Zukunft aus?

Zurzeit sind einige vielversprechende Projekte noch in der Vorbereitungsphase: Ich darf natürlich nicht zu viel verraten, aber bei einem Projekt geht es um den Aufbau eines Logistikunternehmens, welches mit innovativen Lösungen das Problem der Letzten Meile beheben will. Dabei geht es um die Frage, wie die zahllosen Pakete, die wir online bestellen, an unsere Haustür geliefert werden – und zwar dann, wenn wir auch zuhause sind. Die Lieferung soll dabei nicht durch Drohnen oder Roboterhunde erfolgen, sondern durch „weiße Engel“ in allen Farben des Regenbogens… Ihr werdet sehen, was ich meine, wenn es soweit ist…

Fazit: Es bleibt spannend

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich in meiner Selbständigkeit mit Motivation und Ratschlägen, mit Anfragen und Aufträgen unterstützt haben. Ohne euch hätte ich den ersten Monat nicht so gut hinbekommen. Macht einfach weiter so! Dann gibt es auch im nächsten Monat wieder ein Update 😉

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