Kopfüber, aber nicht kopflos: Die Scrum Mitarbeiter-Pyramide

Scrum bietet einen Ansatz, wie die klassische Pyramidenstruktur von Unternehmen auf den Kopf gestellt werden kann. Dabei erhalten die Mitarbeiter mehr Entscheidungsbefugnis („Macht“) zur agilen Umsetzung von Projekten, während sich das Management auf die Rahmenbedingungen fokussiert. Damit dieser Wandel gelingt, benötigen Unternehmen einen klaren Kopf.

Die Scrum-Philosophie: Mehr „Macht“ für Mitarbeiter

Viele Unternehmen haben erkannt, dass die Kompetenz für die Entwicklung und Umsetzung von anspruchsvollen Projekten eher bei den ausführenden Mitarbeitern liegt als im Management. Oftmals werden jedoch die eigentlichen Experten durch ineffiziente Meetings und lange Entscheidungswege ausgebremst. Der Grund dafür liegt in der hierarchisch organisierten Unternehmensstruktur und dem Wasserfall-Modell des traditionellen Projektmanagements. Um diese Ineffizienz zu beseitigen, erhalten agile Teams in Scrum mehr „Macht“. Damit stellt Scrum die klassische Top-Down-Befehlskette von Unternehmen auf den Kopf. Im Kern ist Scrum somit eine radikale Unternehmensphilosophie, bei der die Entscheidungsbefugnis („Macht“) von den Führungsebenen auf die Mitarbeiter übertragen wird.

Scrum-Teams benötigen kein Mittleres Management

Im agilen Projektmanagement nach Scrum ist das Management in erster Linie dafür verantwortlich, die organisatorischen Rahmenbedingungen vorzugeben, um agiles Arbeiten im Unternehmen zu ermöglichen. Ziel ist es, dass die agilen Scrum-Teams alle Entscheidungen zur Umsetzung des Projekts autark treffen. Durch diese radikale Bevollmächtigung der Mitarbeiter wird das mittlere Management weitestgehend redundant. Es empfiehlt sich, diese Führungskräfte mit entsprechender Schulung als Scrum Product Owner und Scrum Master in die agilen Teams zu integrieren, was wiederum neue Ressourcen für die Umsetzung der Projekte und Performancesteigerungen freisetzt.

Selbstverständlich kann dieser fundamentale Wandel der Unternehmenskultur, welcher Voraussetzung für die Umstrukturierung ist, nur vom Top-Management initiiert werden. Widerstände gegen Scrum vom mittleren Management aber auch Mitarbeitern sind dabei einzuplanen und durch die Kommunikation der Mehrwerte des agilen Arbeitens zu begegnen.

Verantwortung für sich und das Team übernehmen

Um alle Mitarbeiter für die Vorteile von Scrum zu begeistern, müssen die Mehrwerte verstanden sein. Primär geht es darum, dass jeder Mitarbeiter mehr Eigenverantwortung übernimmt. Er wird nicht mehr von einem Vorgesetzten dirigiert und „verplant“, sondern muss sich selbst im Team zum Beispiel durch die eigenverantwortliche Darstellung der täglichen ToDos in Kanban Boards organisieren. So wird gewährleistet, dass die neue „Freiheit“ des Mitarbeiters nicht in Chaos mündet, sondern direkt dem Projektfortschritt zugute kommt.

Weitere Vorteile des agilen Arbeitens:

  • Durch die iterative Entwicklung werden anspruchsvolle digitale Produkte in kürzeren Zeitintervallen erstellt.
  • Insbesondere die Zeit zwischen den einzelnen Entwicklungsstufen ist deutlich komprimiert.
  • Auch Hindernisse im Projektfortschritt werden schneller sichtbar und können beseitigt werden.
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