Wie verändert die Digitale Transformation unser Leben?

Was ist die Digitale Transformation? Wie verändern disruptive technologische Innovationen unser Leben? Und kann die digitale Transformation uns helfen, den Planeten Erden vor dem vom Menschen gemachten Kollaps zu bewahren? Der Zukunftsmacher Jörg Heynkes hat in Berlin einen spannenden Vortrag geliefert, in dem er zeigt: Die große Digitale Transformation hat längst begonnen. Und es liegt an uns, ob wir die Chancen der Veränderung zum Positiven nutzen.

Smartphone: Vorbote des Digitalen Zeitalters

Der Vortrag des Zukunftsmachers beginnt nicht umsonst mit der Frage. „Wer hat kein Smartphone?“ Wir alle haben eins. Damit erübrigt sich auch die Frage: „Was ist die Digitale Transformation?“ Denn die Antwort liegt bereits auf bzw. in unserer Hand. Der tragbare Computer, der jeden einzelnen mit der ganzen Welt vernetzt, das Smartphone, ist der Vorbote der Digitalen Transformation. Ein smarter Helfer, mit dem wir tagtäglich kommunizieren, der uns informiert, unseren Alltag organisiert, uns an Termine erinnert, uns unterhält und uns kontrolliert. Vermehrt beginnen wir auch mit dem Smartphone zu sprechen und ihm intimste Daten anzuvertrauen – wie unsere biometrischen Daten. Dabei wird die Künstliche Intelligenz auf der anderen Seite jeden Tag ein wenig klüger.

Die Digitale Transformation revolutioniert die Wirtschaft

Die Digitale Transformation ändert die Wirtschaft fundamental. Der Zukunftsmacher bringt es auf den Punkt mit der Aussage: „Die Old Economy ist tot.“ Während seit der industriellen Revolution vor allem Industrieunternehmen und internationale Marken die größte Wertschöpfung generiert haben, haben jetzt datengetriebene Technologie-Unternehmen die Macht übernommen. Die wertvollsten Marken der Welt sind heute: Google, Apple, Microsoft, Amazon und Facebook.

Künstliche Intelligenz sprengt unsere Vorstellungskraft

„Hallo, ich bin Watson.“ Künstliche Intelligenz ist heutzutage erschreckend. Erschreckend höflich – und erschreckend leistungsstark.

Künstliche Intelligenz spricht mit uns und stellt sich höflich vor. Sie sagt „Ich“ und trägt menschenähnliche Namen. Künstliche Intelligenz heißt Cortana, Watson, Siri oder Alexa. Und sie ist die Zukunft. Denn künstliche Intelligenz vergisst nichts, speichert alles und wird in jedem Augenblick besser. Künstliche Intelligenz schlägt Menschen schon lange in Schach, aber mit selbstlernenden Algorithmen neuerdings auch im Brettspiel Go. Künstliche Intelligenz ist kreativ, malt Bilder und komponiert Symphonien oder Pop-Songs. Künstliche Intelligenz verleiht damit Menschen übermenschliche Fähigkeiten, wie das Beispiel des Simultan-Übersetzers zeigt. Mit einem Kopf im Ohr und der richtigen App können wir bald jede Sprache der Welt verstehen und mit jedem Menschen auf dieser Welt kommunizieren.

Das Traumpaar der Digitalen Transformation

Wenn sich humanoide Robotik und künstliche Intelligenz vermählen, beginnt die nächste Stufe der Digitalen Transformation. Intelligente menschenähnliche Roboter wie Asimo oder Sophia können in Zukunft als unsere persönlichen Butler alle Hausarbeiten erledigen – den Müll raus bringen, die Spülmaschine einräumen, die kranke Mutter pflegen oder die Kinder von der Kita abholen. Der Mensch wird gleicher sagt der Zukunftsmacher. Andere sagen, der Mensch wird zunehmend überflüssiger. Das sieht man auch am Beispiel der Mobilität. Taxifahrer, Busfahrer, Bahnfahrer werden überflüssig – sobald autonomes Fahren den Durchbruch schafft, was in Deutschland für das Jahr 2021 prognostiziert wird. Aber nicht nur die Berufe ändern sich, sondern die ganze Branche der Mobilität.

Autonomes Fahren – der Weg in die Zukunft?

In Zukunft fährt nicht der Mensch, sondern die Maschine. Genauer gesagt ein Algorithmus steuert sämtliche Fahrzeuge im städtischen Bereich.

Ob Bus, Bahn, Taxi, LKW oder PKW: Wir werden kein Fahrzeug mehr besitzen, dass 96 % der Zeit ungenutzt rumsteht, sondern einfach in eines der autonomen Mobile einsteigen und uns sicher transportieren lassen. Die Sharing Economy macht es möglich – und ermöglicht damit gigantische Einsparungen: Über 90 % aller Ausgaben für Verletzte und Tote im Straßenverkehr können eingespart werden. Allein in Deutschland sind das Einsparungen von 27 Milliarden Euro.

Zudem werden für dieselbe Anzahl an Menschen mit autonomen Fahrzeugen nur noch ein Zehntel aller Fahrzeuge benötigt. Dies ermöglicht gigantische Einsparung an CO2, aber auch an Parkplätzen. Vor allem jedoch können jedes Jahr weltweit ca. 1 Millionen Menschenleben gerettet werden. Denn über 90 % aller Unfälle sind auf menschliche Fehler zurückzuführen. Fehler, die eine Maschine niemals machen wird. „Baby, you can drive my car.“

Zerstört die technologische Revolution den Planeten?

Die technologische Revolution von der Erfindung der Dampfmaschine und des Webstuhls bis hin zur künstlichen Intelligenz hat den Menschen zur erfolgreichsten Art gemacht – und den Planeten Erde an den Rand des Zusammenbruchs. Auf die sprunghafte, exponentielle Anstieg der Bevölkerungsentwicklung des Homo Sapiens war die Erde nicht vorbereitet.

Foto: Quelle Wikipedia

Knapp 8 Milliarden gefräßige Homo Sapiens saugen der Welt die endlichen Ressourcen wie Öl, Kohle und Trinkwasser aus, töten täglich Milliarden Tiere, vernichten natürliche Lebensräume wie die Regenwälder, verseuchen die Weltmeere und das Klima. Die einzige gute Nachricht zurzeit ist: Schon bald werden erneuerbare Energien die preiswerteste Energiequelle sein.

Die nächste Revolution: Fleisch aus der Petrischale

Kaum zu glauben, aber wahr: Für jedes Kilo Fleisch, dass ich esse, müssen 150.000 Liter Wasser investiert werden. Das ist maximal ineffizient – und extrem klimaschädigend zudem. Denn für die Tiere werden Regenwälder abgeholzt und durch Weideflächen und Produktionsfarmen ersetzt. Abgesehen von dem unvorstellbaren Leid der eingepferchten Tiere, produzieren diese auch viel zu viel, Gülle, CO2 und Methangas, welches das Grundwasser verseucht und das Klima zusätzlich belastet.

Zum Glück zeigt sich in der Ernährung eine Trendwende. Mit der In-Vitro-Produktion von Fleischprodukten kann schon bald der unbändige Hunger des fleischfressenden Monsters Mensch auf preiswerte, klimaschonende und nachhaltige Weise besänftigt werden. Mark Post ist einer der führenden Pioniere auf diesem Gebiet:

Alles wird radikal – digital – anders.

Am Schluss seines Vortrags geht der Zukunftsmacher auch auf die Zukunft der Arbeit ein. Alles wird digital, alles ist miteinander vernetzt. Dadurch wird sich die Welt, wie wir sie kennen bis zur Unkenntlichkeit verändern. Alles wird sich radikal anders: Die Werte unserer Zivilisation, die Art wie wir zusammenarbeiten, wie wir kommunizieren, wie wir mit Algorithmen interagieren. Eins muss uns klar sein: Die Maschine wird immer intelligenter. Dies ist ein Wettlauf, den der Mensch schon vom Start weg verloren hat. Darum müssen wir uns anpassen – und die Digitale Transformation gezielt steuern. Es reicht nicht, die Hände in den Schoß zu legen und auf Larry Page, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos zu vertrauen. Diese haben vornehmlich die wirtschaftliche Interessen ihrer Aktionäre im Blick und weniger den Planeten, auf dem wir leben. Auch Politik, Bildung und Steuern müssen radikal angepasst werden. Wir haben heute eine globalisierte Welt mit globalen Herausforderungen durch den Klimawandel und die Digitale Transformation. Eine national ausgerichtete Politik kann diese globalen Probleme nicht meistern. Wir brauchen mutige Menschen wie Greta Thunberg, welche bereits sind die Zukunft aktiv zu gestalten.

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Ein Gedanke zu „Wie verändert die Digitale Transformation unser Leben?

  1. The world is my oyster and I certainly hope, that further human generations will be able to say same . . . whether there be digital transformation in cyber space or not.
    The world is one’s oyster.
    Figuratively speaking: One rules the world.; One is in charge of everything. I feel like the world is my oyster today. The world is my oyster! I’m in love! Everything is going well, as in I was younger then, and the world was my oyster. In this term the oyster is something from which to extract great profit (a pearl). It was probably invented by Shakespeare in The Merry Wives of Windsor (2:2): „Why then, the world’s mine oyster, which I with sword will open.“

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